O-Ton

Kulturmagazin mit Charakter

Foto © Dita Vollmond

Aktuelle Aufführungen

Faszination Geige

KONZERTE TIANGWA YANG
(Diverse Komponisten)

Besuch am
30. Mai, 4. Juni, 6. Juni und 7. Juni 2026
(Einmalige Aufführungen)

 

Mozartfest Würzburg, Kaisersaal der Residenz Würzburg, Berthold-Hummel-Saal im Mozartareal Würzburg

Die Schönheit beschwören durch Musik – das hat sich in diesem Jahr das Würzburger Mozartfest als Motto auf die Fahnen geschrieben. Unterstützt wird das Ziel natürlich auch durch das Ambiente, die Pracht des Kaisersaals in der Residenz, und nicht nur durch Mozarts geniale Werke, sondern auch durch Programme mit Rückblicken in die musikalische Vergangenheit und Ausblicken in gegenwärtige Strömungen. Zur Eröffnung wird deshalb Maurice Ravels Le tombeau de Couperin M 68a, orchestriert 1919, gewählt; das schlägt als Erinnerung an barocke Vorbilder einen Bogen zu Sergei Prokofjews Konzert Nr. 2 für Violine und Orchester g-Moll opus 62 von 1935 und lässt dann den Abend enden mit Mozarts heute immer noch äußerst beliebten Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550 von 1788 in der zweiten Fassung mit Klarinetten. Dank der packenden Interpretation durch das Mozarteumorchester Salzburg unter der inspirierenden Leitung von Antonello Manacorda wird es ein mitreißender Abend. Mit weit ausgreifenden Handbewegungen gibt der Dirigent Impulse, und das mit seinem frischen, sanft warmen Klang und bei der selbst bei äußerstem Tempo immer rhythmisch präzisen, durchsichtigen Spielweise des bestens mitgehenden Orchesters wird aus der Sinfonie eine spannende, in den Details häufig überraschende Darbietung, sie vereint Freiheiten von der Konvention, aber auch harmonische Zusammenführungen. Der Beginn des Konzerts mit Ravels Orchesterfassung eines musikalischen „Denkmals“, geschaffen zum Gedenken an seine im Weltkrieg gefallenen Freunde, in der französischen Tradition von Trauerempfindungen, basierend auf dem barocken Komponisten Couperin aus dem 17. Jahrhundert, ist weniger geprägt von impressionistischen Stimmungs-Färbungen, eher von eleganter Struktur, quellend, schwirrend, abgelöst von sanften, auch kostbar wirkenden Streicherflächen, besitzt ein mildes, sehr ruhiges, fein klingendes Menuett, das Melancholie ausstrahlt, und endet sehr schnell mit starken Akzenten bewegt.

Foto © Dita Vollmond

All das bereitet schon vor auf das 2. Violinkonzert von Prokofiew. Die Solistin beginnt gleich mit einem Solo in warmer Tongebung. Bei so viel Sentiment in den melodischen Teilen vergisst man fast das Orchester hinter ihr, das wie verwachsen mit der Violine scheint bei den hellen, seelenvollen, sanglichen Linien, an die sich schnelle, fast wilde Läufe anschließen, stets klangschön trotz starker Aufwallung, munter, fröhlich, sprunghaft, mit mitunter nachdenklichen Momenten. Lyrischer dann der zweite Satz, vorwärts schreitend im Orchester, darüber aber das betörende, helle Singen der Geige, lebendig, fast magisch über dem dunkleren Orchester. Tiangwa Yang treibt mit ihrer Violine alles voran; im rhythmischen Fortschreiten, im schnellen Marsch wirkt der Geigenton verführerisch. Aber dann im dritten Satz scheint sich alles enthemmt zu entfalten: Straffe, wie beschwörende, wie wahnsinnig ausufernde virtuose Finessen, bravourös in der stets beherrschten inneren Spannung, in schnellen, sich wie entäußernden Akzentuierungen, stets in Einklang mit dem rhythmisch pochenden Untergrund des Orchesters, fast atemlos, extrem geschwind endet das Bravourstück der Geige. Als 16-Jährige hat es Yang übrigens bei ihrem Debüt in Deutschland gespielt. Damals wie heute: einhellige Begeisterung des Publikums! Als Dank für den langen Beifall zeigt die diesjährige Artiste étoile die andere Seite ihres Könnens: In der zweiten Solosonate von Bach besticht ihr Spiel mit meditativer Tiefe, ganz in die Musik versunken. Übrigens stellt sie an drei Vormittagen im Dom Bach und Ysaiye einender zum Vergleich gegenüber. Mozarts berühmte g-Moll-Sinfonie beschert dann noch einen wunderbaren Ausklang des Abends: Ganz verhalten hebt sie an, wie verhaucht, trumpft dann kraftvoll auf, und die innere Spannung zwischen Fließendem, Feinen und stärkeren Akzenten nimmt schon hier gefangen; glänzend dann das Andante, straff genommen, tiefgründig, und danach ein fast nervöses, heftiges Menuett, kontrastiert von einem graziösen, delikaten Trio, bis der Finalsatz mit tollem Zug, flüssig, voller Kraft und mitreißend den begeisternden Konzertabend beschließt.

Foto © Dita Vollmond

Gut, dass das Mozartfest 2026 einen so herausragenden, uneitlen und aufgeschlossenen Geigenstar vorweisen kann. Die 39-jährige Violinvirtuosin Tianwa Yang aus Peking, derzeit Professorin an der Würzburger Musikhochschule, international vielfach ausgezeichnet, schafft mit Ludwig van Beethovens einzigem Violinkonzert D-Dur op. 61 einen absoluten Höhepunkt im Kaisersaal der Residenz. Nicht die Bamberger Symphoniker unter ihrem jung-dynamischen Dirigenten Dinis Sousa aus Portugal, auch nicht Mozarts Prager Sinfonie Nr. 38 d-Dur KV 504 mit geradezu krassen Konturen, schon gar nicht Igor Strawinskys etwas belanglos wirkendes Basler Concerto lassen aufhorchen, sondern das so überraschend variable, seelenvoll singende Geigenspiel mit tiefgründiger Energie und geradezu filigranen, delikatest gestalteten Höhen. Das ist musikalische Kunst vom Feinsten, faszinierend, voller Lust am innigen Ausdruck, selbstverständlich mit stupender Technik und reinster Intonation, klar im Ton, nie „fett“, eher ziseliert und mit tollen Bindungen. Dagegen scheint das Orchester oft zu massig, zu stark im Nachdruck beim Hauptthema. Steigerungen, Spannungen sind gut aufgebaut; die Kadenz der Geige im ersten Satz, von Camille Saint-Saëns beginnt filigran, zeigt dann Tiefe, Temperament und innere Stärke, unspektakuläre Läufe; alles endet furios. Große Ruhe, sanfter Orchester-Beginn im Larghetto führen zu anmutigen Linien, lieblich-inniger Empfindung bei der Geige, zu einem zart-verführerischen Ton-Gespinst, alles im Einklang mit dem Orchester. Die Kadenz von Tianwa Yang wirkt wie eine Befreiung hin zum rhythmisch bewegten Finalsatz; da kann das Orchester kraftvoll auftrumpfen, die Geige elegisch-lyrisch das zweite Thema geradezu elegant formulieren und dann ungeheuer geschwind und bravourös, zur hellen Kadenz von Nathan Millstein strebend, alles furios beenden. Eine träumerisch tiefsinnige Zugabe von Ysaye, technisch bewundernswert, beschließt die bemerkenswerte Demonstration geigerisch vielschichtigen Könnens.

Strawinskys kurzes Concerto für Streichorchester beginnt verworren nervös, kantig strukturiert, wird abgelöst von einem tänzerischen, irgendwie nostalgischen Arioso, mündet in ein wild akzentuiertes, dicht verwobenes, dumpf und schrill endendes Finale; das alles ist wohl Reaktion auf die Entstehungszeit 1946 nach dem Zweiten Weltkrieg. Auch Mozarts Sinfonie D-Dur lebt von den Gegensätzen eines heftigen Anfangs, der an den Don Giovanni erinnert, von den inneren Spannungen zwischen kraftvollen Momenten, schwungvoll mitreißenden Impulsen, melodiösen Feinheiten, starken Betonungen und großem inneren Elan. Das transparent angegangene Andante zeigt Kontraste zwischen lieblichen Figuren und herb Untergründigem, und im Finale werden vor allem die kraftvollen Ausbrüche betont. Das wirkt bei den Bambergern alles fast bombastisch und lässt Feineres, kunstvolle Übergänge vermissen. Dem Publikum aber gefällt solche Kraftmeierei mit allzu krassen Konturen.

Zwei beglückende Abende widmen sich den zehn Violinsonaten von Ludwig van Beethoven bei einem Marathon beim Würzburger Mozartfest im Mozartareal. Durch die chronologische Abfolge wird hier fühlbar, dass der Komponist in seinen frühen Jahren 1797/98 beim opus 12 noch etwas fremdelte mit dem Streichinstrument; er verstand sich eben als Pianist, als selbstbewusstes Genie am Klavier. Seinen Vorbildern Mozart und Haydn aber näherte er sich auf der Geige noch etwas unsicher, obwohl er im Bonner Orchester die Bratsche gespielt hatte. 1801/2 aber, im opus 30, hört sich das schon anders an. Da sind Violine und Klavier bestens miteinander verwoben, die Geige hat größere Freiheit und Souveränität in der Gestaltung, und hier zeigt sich Beethoven als für seine Zeit unglaublich „modern“, der auch mit geigerischen Schwierigkeiten und Übergängen nicht sparte und damals dafür auch kräftig kritisiert wurde. Der ganze Zyklus seiner Violinsonaten gipfelt schließlich in den beiden Einzelwerken, der Kreutzersonate opus 47 und dem opus 96 von 1812. Zu bewundern ist nun im Konzert die nahezu unerschöpfliche Ausdrucksbreite des Duos Tianwa Yang, Violine, und Nicholas Rimmer, Klavier, ebenso wie das körperlich nicht nachlassende Durchhaltevermögen der chinesischen Geigerin und des deutsch-englischen Pianisten, beide schon lange in einer festen Duo-Arbeit verbunden. Das spürt man an ihrem traumhaften Einverständnis. Umfassend erklärt werden die Beethoven-Violinsonaten von dem herausragenden Kenner Ulrich Konrad in launiger Weise. Die D-Dur-Sonate für Klavier und Violine Nr. 1 aus opus 12, Antonio Salieri gewidmet, beginnt mit einem forschen Auftakt am Klavier, gefolgt und umspielt von sanften Geigenklängen, strahlt eine gewisse Eleganz aus, die auch ein wenig an Salonmusik denken lässt – dafür war sie ursprünglich wohl gedacht – besitzt rhythmische Energie. Besinnlich und delikat singend der zweite Satz, mit leuchtenden Höhen der Violine, viel Energie bei den Klavier-Läufen, und mit einem unbeschwerten, schön verzahnten Rondo endend, mit witzigen Zügen, viel Temperament, wobei das Singen der Geige viele differenzierte Färbungen zeigen kann.  Die A-Dur-Sonate Nr. 2 beginnt mit hingetupften Akzenten, mit gut gelaunten Klavier-Vorschlägen, mit rhythmisch entwickelten, fein gesteigerten, flinken Staccato-Stückchen der Geige und hellen Antworten des Klaviers darauf. Schwermütiger dann das Andante, mit ergreifendem Singen der Violine, wie beschwörend auf die eher melancholisch gefärbten Klavier-Läufe, bis sich dann alles nachdenklich klärt. Darauf folgt ein bewegtes, vorantreibendes, versöhnliches Finale. Nachdrücklich in den tiefen Lagen der Violine, aber nie schwer, nach einem dramatisch ausufernden Höhepunkt leicht und hell ausgleitend. Die Sonate Nr. 3 in Es-Dur kommt mit glänzendem Auftakt, sanglich beschwingt, steigert sich mit innerer Energie zu schnellen Klavier-Läufen und virtuosen Geigen-Läufen mit kunstvoll synkopischen Verzahnungen; im Adagio ist der Ausdruck expressiv, aber doch zurückhaltend, wobei die Geige das Vibrato maßvoll einsetzt; alles scheint sanft voranzuschreiten bis zum innigen Schluss. Und das Rondo lebt von bravourös geschwinden Figuren. Als Beethoven den Zyklus 30 1801/2 schuf, war er schon sehr erfolgreich, spürte aber schon das Nachlassen seines Gehörs. In den drei Sonaten emanzipiert sich die Geige immer mehr vom Klavier, die Stücke werden anspruchsvoller, länger. Die A-Dur-Sonate Nr. 6 war wie der ganze Zyklus Zar Alexander gewidmet. Sie ist bestimmt von freundlichem Schönklang, abwechslungsreichen Klavier- und Violin-Läufen, besitzt starke Aufschwünge, straffere Akzente, subtile Abstufungen, mutet an wie ein intimes Gespräch zwischen den beiden Instrumenten. Im Adagio kann die Geige gefühlvoll singen, das Klavier nimmt die Melodie sanft melancholisch gefärbt auf, brillante Klavier-Triller-Akzente strukturieren das Ganze, alles endet in feiner Harmonie. Das angeregte Allegretto mit sechs Variationen lebt vom freundlichen Miteinander, aufmunternden Akzenten, und nach einer fast tragischen Anmutung wandelt sich alles geläufig flüssig ins Heitere. Als einen neuen Typus der Grande sonate hat Beethoven die Sonate Nr. 7 c-Moll in vier Sätzen komponiert. Geheimnisvoll sich steigernd beginnt der Kopfsatz; freundlicher, straffer wird es bei energischen Betonungen, alles von innerer Spannung erfüllt bis zu stürmischen Steigerungen. Darauf ein wie versonnenes, herrliches Adagio mit samtigem Gesang der Geige, träumerisch, zu schön gebundenen Klavier-Läufen, ab und zu heftiger aufwallend. Das flotte Scherzo mündet in neue Perspektiven, bis dann von innen her sich gegenseitig anfeuernde Läufe viel Energie versprühen in einem furiosen Miteinander. Aufgewühlt, ganz schnell beginnt die Sonate Nr. 8 G-Dur beim Klavier, dem aber ein graziler Violin-Part folgt, die dramatisch bewegten Akzente sind stark verbunden im engen Dialog der beiden Instrumente. Gemächlich beginnt das Menuett, ein traumhaftes Miteinander von seelenvoll graziösen Figuren der Violine, schwerblütigeren Anwandlungen; genüsslich einschmeichelnd singt die Violine, begleitet von schimmernden Trillern des Klaviers. Flüssig, hexerisch geschwind dann das Finale, ab und zu sanft beruhigt, dann aber wieder ungeheuer schnell. Riesenbeifall und als Zugabe eine Erinnerung an den Violin-Virtuosen Fritz Kreisler.

Foto © Tabea von Schilling

Der zweite Sonaten-Abend beginnt mit dem Zyklus opus 23 von 1800/01, zu dem eigentlich auch die Frühlingssonate gehört; aber wegen eines Fehlers der Notendruckerei wird sie heute als Nr. 24 gezählt. Die Sonate Nr. 4 a-Moll, stürmisch beginnend, steht am Anfang einer insgesamt dramatischen Entwicklung, heftig, aber immer beherrscht, von vitalem Geist, sprühend vor Energie im munteren Miteinander der Instrumente, mit einer kurzen melodiösen Episode der Geige; nach einer schroffen Generalpause kommt ein schicksalhaft nachdrücklicher Schluss. Im Andante scherzoso weitet sich alles, die Violine darf leuchtend singen, lebendige Violin-Figuren sind in sich fein abgestuft, im Klavier stark betont, steigern sich leidenschaftlich, werden aber schließlich heiter gelaunt im bestens abgestimmten Reagieren der beiden Instrumente aufeinander. Im finalen Allegro herrscht wieder eine andere Stimmung, Schicksalhaftes wechselt ab mit feinem Singen der Violine, und nach heftigen Akzenten endet der Satz geschwind und dunkel. Ganz anders danach die so genannte Frühlingssonate Nr. 5 F-Dur opus 24: Sehr freundlich, einprägsam die Violine, melodiös leuchtend, klar singend, voll innerer Energie, lyrische Stimmung verströmend, schwelgerisch, aber von der Geigerin nie übertrieben, sondern immer überraschend variabel gestaltet, begleitet von einer Fülle von Klavier-Akkorden. Schlichte, hell dahingleitende Melodielinien, alternierend zwischen Violine und Klavier, bestimmen das empfindsame Adagio, das dahinhüpfende Scherzo kommt daher mit subtilen Variationen der Tongebung, meisterlichen Verknüpfungen, voller Energie und Elan in den Aufwallungen; alles endet virtuos.

Die beiden „einzeln“ entstandenen Violinsonaten hat Beethoven für zwei Violin-Virtuosen seiner Zeit geschrieben, die erste in A-Dur opus 47 1802/3 ursprünglich für einen ausgewiesenen Könner auf der Geige, den Mulatten George Bridgewater aus Barbados, 1805 aber widmete er das Werk dem französischen Geigenvirtuosen Rodolphe Kreutzer, der es aber nie spielte. Den großen Auftakt macht die Violine solo, dann folgt das Klavier, alles sehr virtuos, und das Presto entfaltet innere Gespanntheit in expressivem Zug. Die scheinbar mühelose Virtuosität geht über in inniges Singen, bravouröse Wendungen mit dem Klavier in stetigen Steigerungen. Die Geigerin unterstreicht alles mit Bewegungen ihres ganzen Körpers. Die Hörer sind gebannt von einem solch entfesselten und doch immer wieder melodisch bezauberndem Spiel.  Das Andante lebt ganz von innigen Linien des Geigengesangs und brillanten Trillerkaskaden des Klaviers. Die Wandlungsmöglichkeiten der vier Variationen begeistern. Das geschwinde Presto-Finale verströmt starke innere Spannung, mitreißend dahineilend.  Die Violinsonate Nr. 10 G-Dur opus 96 aber ist ein „Nachzügler“ des hiermit 1812 beendeten Violinsonatenschaffens von Beethoven. Sie ist geschrieben für den französischen Violinisten Jacques Pierre Joseph Rode; allerdings war er damals nicht mehr auf der Höhe seines Könnens, worauf Beethoven Rücksicht nahm. Freundlich gefällig ist die Melodie im Kopfsatz, die das Klavier aufnimmt, alles wirkt unbeschwert, gelassen, fast etwas plakativ; das Klavier bestimmt, und die Violine nimmt die Anregungen auf; gefühlvoll, in großer Bandbreite singt die Violine im Adagio, das Klavier setzt dazu die Struktur. Schnell, elegant, mit schwebenden Linien das Scherzo, und beim freundlichen Finalsatz dominiert wieder der abwechslungsreiche Dialog zwischen den beiden Instrumenten, flexibel im Ausdruck, stets in Spannung gehalten.

Da hält es das Publikum im ausverkauften Saal nicht mehr auf den Sitzen vor Begeisterung. Intendantin Evelyn Meining dankt herzlich und bewegt den beiden Künstlern für den außergewöhnlichen, anstrengenden Marathon, aber die beiden sind noch nicht ganz müde und bescheren ihren „Fans“ noch den zweiten Satz der Violinsonate von Richard Strauss. Welch eine Leistung!

Renate Freyeisen