O-Ton

Kulturmagazin mit Charakter

Das Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen, zeigt Haltung und hat ein Banner mit dem Artikel 1 des Grundgesetzes aufgehängt. Intendant Michael Schulz findet passende Worte. - Foto © Christoph Nagler

Aktuelle Nachrichten

Unerwartetes Ende
Endrik Wottrich - Foto © Stuttgarter Philharmoniker

Berlin

Unerwartetes Ende

Am 26. April starb Endrik Wottrich völlig unerwartet im Alter von 52 Jahren am Herzversagen. Der in Celle geborene Tenor studierte Gesang bei Ingeborg Hallstein und Violine in Würzburg. Anschließend setzte er seine Gesangsausbildung an der Juilliard School in New York bei Daniel Ferro fort. 1992 gab er sein Bühnendebüt am Staatstheater Wiesbaden. Ein Jahr später war er an der Berliner Staatsoper engagiert. 1996 debütierte er in Bayreuth. Im kommenden Sommer sollte er den Herodes an der Oper Leipzig übernehmen.

Spaß muss sein
Johannes Witt - Foto © Hamza Saad

Tagestipp

Spaß muss sein

Die Essener Philharmoniker setzen dem Eurovision Song Contest Kultur entgegen. Mit einem Augenzwinkern wird Dirigent Johannes Witt am 10. Mai im Aalto-Theater an das Pult treten, um beim European Music Contest den größten europäischen Tanzkomponisten zu küren. „Natürlich nicht repräsentativ – dafür aber mit ganz viel Schwung” treten zehn europäische Klassik-Stars an, um das Publikum nach dem etwa einstündigen Programm entscheiden zu lassen, wer der Größte ist. Klar, dass dabei der harte Faktor der Applausstärke entscheidet.

Ein Stern ist untergegangen
Manfred Jung - Foto © Junge Musiker Stiftung

Essen

Ein Stern ist untergegangen

Er war der Siegfried des Bayreuther „Jahrhundert-Rings” von Patrice Chereau und Pierre Boulez. Am 14. April ist Manfred Jung nach langer Krankheit im Alter von 76 Jahren gestorben. Nur wenige haben wie er sämtliche Tenorpartien in Wagners Nibelungen-Tetralogie gesungen. Als Star wurde er nie gehandelt, und das wollte er auch nicht. In Oberhausen geboren, absolvierte er zunächst eine Lehre als Starkstrom-Elektriker, bevor er an der Essener Folkwang Hochschule das Gesangsstudium absolvierte.

Ein Leben für die Kultur
Clauspeter Koscielny - Foto © ORPHEUS Magazin

Berlin

Ein Leben für die Kultur

Völlig überraschend ist am 15. April Clauspeter Koscielny im Alter von 70 Jahren verstorben. 1973 gründete der aus dem Ruhrgebiet stammende Musikjournalist in Berlin das Magazin Orpheus, eine Zeitschrift, die „alles über Sänger, Opernaufführungen, Operngeschichte, neue Opern-Gesamtaufnahmen und Bücher” berichten wollte. Bald schon eilte Koscielny sein Ruf als exzellenter Kenner von Stimmen und Opern voraus. Bis zuletzt war er Chefredakteur des Magazins. Wir werden ihn als Menschen und Kollegen vermissen.

Junge Kulturbotschafter
Foto © kulturweit

Berlin

Junge Kulturbotschafter

Noch bis zum 2. Mai 2017 läuft die Bewerbungsrunde für einen internationalen Freiwilligendienst mit „kulturweit“. Junge Menschen, die sich weltweit für Kultur und Bildung stark machen wollen, können sich online für ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland bewerben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden intensiv auf ihren Einsatz im Ausland vorbereitet, pädagogisch begleitet und finanziell unterstützt. Der Freiwilligendienst beginnt am 1. März 2018. „kulturweit“ ist ein Projekt der Deutschen UNESCO-Kommission.

Wechsel nach Potsdam
Bettina Jahnke - Foto © Marco Piecuch

Neuss

Wechsel nach Potsdam

Bettina Jahnke verlässt das Rheinische Landestheater Neuss, um zur Spielzeit 2018/19 die Intendanz des Hans-Otto-Theaters in der Landeshauptstadt Potsdam anzutreten. Das teilte die Intendantin am 7. April mit. Die in Wismar geborene Theaterwissenschaftlerin löst den nach neun Jahren scheidenden Tobias Wellemeyer ab, dessen Vertrag trotz zunächst gegenteiliger Signale nicht verlängert wurde. Das Hans-Otto-Theater gilt als schwierig, weil es bislang kein klares Profil hat und zu nah an Berlin liegt.