O-Ton

Kulturmagazin mit Charakter

Das Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen, zeigt Haltung und hat ein Banner mit dem Artikel 1 des Grundgesetzes aufgehängt. Intendant Michael Schulz findet passende Worte. - Foto © Christoph Nagler

Aktuelle Nachrichten

Verlust für die Festspiele
Peter Emmerich - Foto © Andreas Harbach

Bayreuth

Verlust für die Festspiele

„Ich bin völlig schockiert. Unfassbar. Mir fehlen die Worte“, sagte Katharina Wagner. Peter Emmerich, Pressesprecher der Bayreuther Festspiele, ist am 10. Dezember im Alter von 61 Jahren gestorben. Geboren in Dresden, studierte er Theaterwissenschaften, war Regieassistent an der Semperoper, als er 1989 von dort zu den Bayreuther Festspielen wechselte. In den Jahren zuvor war er IM der Stasi. In Bayreuth sorgte er dafür, dass die richtigen Medien über die Festspiele berichteten und zahlreiche Krisen kommunikativ im Sande verliefen.

Persönlichkeit, Humor und Rock’n’Roll
Saskia Rudat - Foto © Silvio Guiman

Tagestipp

Persönlichkeit, Humor und Rock’n’Roll

Köln – 2017 gewann sie den Preis „Bestes Solo“ beim Internationalen Tanzfestival SoloDuo NRW mit ihrem Stück Brainjogging, am 7. November präsentierte Saskia Rudat ihr neuestes Werk Defining Identity. „Die Physical Theatre Performance verhandelt binäre Geschlechterboxen und Sexualitätsmythen mit Persönlichkeit, Humor und Rock’n‘Roll“. Wer’s verpasst hat: Am 7. Dezember ab 20 Uhr gibt es noch eine Vorstellung bei Barnes Crossing in der Alten Wachsfabrik Köln. Dann erst wieder im Januar im FFT Düsseldorf.

Erfinder des Opern-Wunders ist tot
Heiner Bruns - Foto © privat

Bielefeld

Erfinder des Opern-Wunders ist tot

Am 4. Dezember ist Heiner Bruns im Alter von 84 Jahren gestorben. In Düsseldorf geboren, studierte er Germanistik, Kunstgeschichte, Philosophie und Soziologie, wurde Dramaturg, Regisseur und Intendant an verschiedenen Häusern, ehe er von 1975 bis 1998 Intendant am Bielefelder Theater war. In dieser Zeit erlangte vor allem die Opernsparte internationalen Ruf als „Bielefelder Opern-Wunder“. Im Jahr 2000 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande. Lesen Sie hier den Nachruf des Theaters Bielefeld.

Am Ende des Weges
Mariss Jansons - Foto © Regina Recht

Petersburg

Am Ende des Weges

Am 1. Dezember ist Mariss Jansons gestorben. Der 1943 im lettischen Riga geborene Jansons zählt zu den bedeutendsten Dirigenten weltweit. Der Sohn eines Dirigenten und einer Sängerin studierte Violine, Klavier und Dirigieren am Leningrader Konservatorium und beschloss seine Ausbildung in Österreich bei Hans Swarowsky und Herbert von Karajan, bevor er eine internationale Karriere begann. Seit 2003 leitete er das Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks. In der jüngsten Zeit musste er immer wieder Konzerte absagen.

Intendantenwechsel
Florian Lutz - Foto © Kunst Hessen

Kassel

Intendantenwechsel

Zur Spielzeit 2021/22 wird Florian Lutz neuer Intendant des Staatstheaters Kassel und erhält einen Fünf-Jahres-Vertrag. Er löst Thomas Bockelmann ab, der die Geschicke des Staatstheaters in den letzten beiden Jahrzehnten lenkte. Lutz studierte Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie, arbeitete als Regisseur und ist seit der Spielzeit 2016/17 Intendant der Oper Halle. In einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren setzte sich der gebürtige Kölner gegen rund 40 Mitbewerber durch.

Das Leid hat ein Ende
Jessye Norman - Foto © Sabrina Sarnitz

New York

Das Leid hat ein Ende

Am 30. September ist die Sopranistin Jessye Norman im Alter von 74 Jahren gestorben. In einem New Yorker Krankenhaus erlag sie einem Multiorganversagen infolge einer Sepsis. Norman wurde am 15. September 1945 als eines von fünf Kindern einer musikalischen Familie geboren. Nach ihrem Studium in Washington gewann sie den ARD-Musikwettbewerb. Im darauffolgenden Jahr debütierte sie an der Deutschen Oper Berlin in Wagners Tannhäuser. Es war der Beginn einer internationalen Karriere.