O-Ton

Kulturmagazin mit Charakter

Das Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen, zeigt Haltung und hat ein Banner mit dem Artikel 1 des Grundgesetzes aufgehängt. Intendant Michael Schulz findet passende Worte. - Foto © Christoph Nagler

Aktuelle Nachrichten

Bariton wird Kammersänger
Máté Sólyom-Nagy - Foto © Lutz Edelhoff

Erfurt

Bariton wird Kammersänger

Das langjährige Ensemblemitglied des Theaters Erfurt, Máté Sólyom-Nagy, trägt seit dem 9. August den Ehrentitel „Kammersänger“ im Namen. Mit der Auszeichnung wird die Leistung und der Einsatz des Baritons auf der Musiktheaterbühne gewürdigt. Für Intendant Guy Montavon war der Schritt längst überfällig. „Sólyom-Nagy hat als ganz junger Sänger bei uns angefangen und sich grandios entwickelt. Inzwischen lässt allein seine Mitwirkung an unseren Produktionen die Erfurter zahlreich in unser Haus strömen.“

Neues Projekt: Carmen
Cornelia Lanz ist Carmen - Foto © Stefan F. Dieffenbacher

Tagestipp

Neues Projekt: Carmen

Am 2. September findet im Münchner Heizkraftwerk MMA die Premiere von Georges Bizets Oper Carmen statt. Damit stellt der Verein Zuflucht Kultur in Kooperation mit Opera incognita sein neues Projekt vor. Ein multinationales, vielsprachiges Ensemble sucht nach einer zeitgemäßen Deutung des Mythos‘ Carmen und übersetzt archaische Emotionen und gesellschaftliche Analyse in sinnliche Hörbilder. Die Titelrolle singt Zuflucht-Kultur-Gründerin Cornelia Lanz. Die musikalische Leitung übernimmt Ernst Bartmann.

Transkulturelle Musikforschung
Tiago de Oliveira Pinto - Foto © Guido Werner

Weimar

Transkulturelle Musikforschung

An der Hochschule für Musik Franz Liszt wurde jetzt der UNESCO-Lehrstuhl für Transkulturelle Musikforschung eingeweiht. Inhaber ist Tiago de Oliveira Pinto. Seine Aufgabe ist, musikalische Darbietungen in ihren soziokulturellen, historischen und globalen Kontexten zu erforschen. Untersucht wird dabei, welche Chancen und Herausforderungen eine Anerkennung von Musiktraditionen als immaterielles Kulturerbe für die Weitergabe und Inwertsetzung der Ausdrucksformen mit sich bringen.

Es bleibt, wie es ist
Christoph Meyer - Foto © Susanne Diesner

Düsseldorf

Es bleibt, wie es ist

Seit 2009 ist Christoph Meyer Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg. Und daran wird sich auch bis 2024 nichts ändern. Dem haben die Stadträte Duisburg und Düsseldorf zugestimmt. Damit kann der Intendant nun auch die Konditionen mit Generalmusikdirektor Axel Kober sowie Martin Schläpfer und Remus Şucheană vom Ballett neu verhandeln. „Ich freue mich sehr über das positive Votum, das den Planungs- und Gestaltungsspielraum für die kommenden Jahre eröffnet“, sagt Meyer.

Bloch bleibt
Adam Fischer und Alexandre Bloch - Foto © Susanne Diesner

Düsseldorf

Bloch bleibt

Dirigent Alexandre Bloch bleibt Principal Guest Conductor der Düsseldorfer Symphoniker und damit für drei weitere Jahre der Gegenpart zu Adam Fischers Haydn-Mahler-Zyklus. Bloch spannt in vielteiligen Konzertprogrammen einen weiten Bogen von der Frühklassik bis zur Moderne. Das Doppel Fischer und Bloch gilt als ein Hauptgrund für den hohen Anstieg der Publikumszahlen in der Tonhalle. „Alexandre hat sich in den zwei Jahren mit dem Orchester beeindruckend entwickelt“, sagt Intendant Michael Becker.

Immer verrückter
Bernd Streitberger - Foto © Carsten Gruss

Köln

Immer verrückter

Bernd Streitberger, Technischer Betriebsleiter der Bühnen der Stadt Köln, wollte seine Hiobsbotschaften ursprünglich erst am 3. Juli verkünden. Jetzt sah er sich genötigt, doch schon am 30. Juni mit der Wahrheit herauszurücken. Vor dem Herbst 2022 werde die Oper Köln ihren Spielbetrieb am Offenbachplatz nicht wieder aufnehmen können. Die Kosten für die Sanierung steigen exorbitant. Zwischen 500 und 600 Millionen Euro werde sie nach Angaben des ehemaligen Beigeordneten für Stadtentwicklung, Planen und Bauen kosten.