O-Ton

Kulturmagazin mit Charakter

Das Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen, zeigt Haltung und hat ein Banner mit dem Artikel 1 des Grundgesetzes aufgehängt. Intendant Michael Schulz findet passende Worte. - Foto © Christoph Nagler

Aktuelle Nachrichten

Düsseldorf

Abschied am Heiligabend

Am 24. Dezember ist die Opernsängerin Gwendolyn Killebrew im Alter von 80 Jahren in Düsseldorf gestorben. An der Temple University Philadelphia hatte sie zunächst Klavier, Gesang, Horn und Orgel studiert, ehe sie an der Juilliard School of Music in New York ihr Gesangsstudium absolvierte. Neben vielen internationalen Stationen war die Altistin auch 30 Jahre im Ensemble der Deutschen Oper am Rhein beschäftigt. Dort wurde sie 1988 zur Kammersängerin und 2011 zum Ehrenmitglied ernannt.

Und noch mal verlängert
Foto © Susanne Diesner

Düsseldorf

Und noch mal verlängert

Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg, bleibt bis zum 31. Juli 2027 künstlerischer Leiter der Kulturinstitution. Das wurde am 8. Dezember bekanntgegeben. Meyer studierte Theater- und Musikwissenschaften in München. Nach verschiedenen Stationen, unter anderem in Köln, Berlin und Barcelona trat er 2009 die Intendanz der Deutschen Oper am Rhein an. Zeitgleich mit ihm verlängerte Geschäftsführerin Alexandra Stampler-Brown ebenfalls bis 2027.

Schöne Einbahnstraße
Matthias Schulz - Foto © Matthias Lengemann

Zürich

Schöne Einbahnstraße

Matthias Schulz wird 2025 neuer Intendant am Opernhaus Zürich. Er tritt damit, nach Beendigung seiner Vertragslaufzeit an der Staatsoper Unter den Linden, die Nachfolge von Andreas Homoki an, der das Haus seit 2012 leitet und den Posten auf eigenen Wunsch 2025 niederlegt. Schulz studierte Konzertfach Klavier und Volkswirtschaft. Nach verschiedenen Leitungsfunktionen trat er 2015 die Intendanz an der Staatsoper Unter den Linden an. Drei Jahre zuvor war Homoki von der Komischen Oper nach Zürich gegangen.

Fünf Jahre länger
Aviel Cahn - Foto © O-Ton

Genf

Fünf Jahre länger

Der Stadtrat der Stadt Genf und der Stiftungsrat des Grand Théâtre de Genève bestätigen den amtierenden Generalintendanten des Grand Théâtre de Genève, Aviel Cahn, in seinen Funktionen für eine Vertragsverlängerung von fünf Jahren. Seit der Saison 2019/2020 an der Spitze des Genfer Theaters, läuft Cahns erster Vertrag bis 2024. Der Anschlussvertrag von fünf Jahren bestätigt ihn im Amt bis 2029 und erlaubt ihm, seine erfolgreiche Arbeit an der Spitze der größten Kulturinstitution der Westschweiz fortzusetzen.

Der Stab ist niedergelegt
Bernard Haitink - Foto © privat

London

Der Stab ist niedergelegt

Am 21. Oktober ist Bernard Haitink im Alter von 92 Jahren im Kreise seiner Familie in London verstorben. In Amsterdam geboren, studierte Haitink Geige am Konservatorium seiner Heimatstadt. 1954/55 lernte er unter der Anleitung Ferdinand Leitners zu dirigieren. In der Folge entwickelte er sich zu einem Dirigenten mit Weltruhm. Vor allem seine Interpretationen von Mahler und Bruckner werden in seiner internationalen Karriere unvergesslich bleiben. Der Musiker war vier Mal verheiratet und hinterlässt fünf Kinder.

Streiter für die neue Musik
Udo Zimmermann - Foto © Andreas Birkigt

Dresden

Streiter für die neue Musik

In der Nacht zum 22. Oktober ist Udo Zimmermann im Alter von 78 Jahren in seinem Haus in Dresden gestorben. Zimmermann ist in Dresden geboren, studierte dort Komposition, Dirigieren und Gesang. Ab den späten 60-er Jahren machte er sich einen Namen als eine der wichtigsten Stimmen innerhalb der neuen Musik der DDR. Seine Zuwendung zum Musiktheater prägte sein Berufsleben. In späteren Jahren war er Intendant der Oper Leipzig und der Deutschen Oper Berlin. Die neue Musik hat einen wichtigen Verfechter verloren.