Kulturmagazin mit Charakter
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Die Fernsehdokumentation Der Zauber der Schubertiade des ORF zeigt nicht nur eine etwas privatere Seite der Akteure, sondern gibt auch Einblicke in Höhepunkte des Programms im Jahr 2025, in dem die Konzerte zum 50. Mal stattfanden. Die Bedeutung des Festivals für den Ort und den gesamten Bregenzer Wald und die Geschichte der Konzerte mit Anfängen zu Zeiten Hermann Preys und dem noch heute aktiven Geschäftsführer und künstlerischen Leiter Gerd Nachbauer werden ebenso wiedergegeben. Bis Ende Dezember ist das Video noch abrufbar.

Konstantin Krimmel – Bildschirmfoto
Schokoladennoten werden auf Torten appliziert, Pralinen in Schokoklaviere gelegt, Wiesen gemäht, Tastaturen geputzt. Brunnen sprudeln, ein Mann singt neben einem Flügel, unter ihm laufen zwei Chihuahuas hin und her, sie können froh sein, dass ihr Herrchen ein Bariton mit äußerst angenehmer Stimme ist und kein hoher Koloratursopran, der Hundeohren eventuell weh tut. Es ist nämlich kein Geringerer als der Bariton, der in den letzten Jahren im Bereich des Kunstliedes und der Oper Furore gemacht hat: Konstantin Krimmel. Und man befindet sich nicht in der Backstube einer Konditorei, nein, das alles sind Eindrücke von der alljährlichen Vorbereitung auf die Schubertiade in Vorarlberg.
Die Schönheit der Landschaft, in die das Festival eingebettet ist, wird genauso angeführt wie der Wirtschaftsfaktor für die Orte Schwarzenberg und Hohenems und die Region. Ein kurzes Interview mit Gerd Nachbauer sowie mit einzelnen Festivalbesuchern, neue Formate bei der Programmauswahl bis hin zu Besuchen in den urigen Geschäften sollen einen Besuch in Vorarlberg schmackhaft machen.
Im kommenden Jahr nun feiert man die 50 Jahre seit dem Beginn 1976 mit einer Rekonstruktion des Programmes der ersten Schubertiade 1976. Beim ersten Konzertblock Ende April im Markus-Sittikus-Saal in Hohenems wird in fünf Liederabenden, zwei Kammerkonzerten, einem Klavierabend sowie einem Chorkonzert genau jener „Strauß berühmter und bekannter Werke Schuberts“ nachgezeichnet, mit dem das Festival sich erstmals der Öffentlichkeit präsentierte. Insgesamt stehen bei der Schubertiade 2026 aufgeteilt auf fünf Konzertperioden (vier in Hohenems, zwei in Schwarzenberg) von April bis Oktober 49 Veranstaltungen – 22 Liederabende, 18 Kammerkonzerte, acht Klavierabende und ein Chorkonzert – auf dem Programm, hier alle Konzerte im Überblick.
Jutta Schwegler